FPN09

24.10.2009 (19:00)

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden euch herzlich ein, vorbeizukommen.
Die Künstler_innen werden anwesend sein.

Am Samstag, den 24.10.2009 um 19 Uhr, findet in der WESTWERK Mensa im Rahmen des Kunstprojektes „FPN09“ statt:
ein Kurzfilm Screening, die Vorstellung zweier Comicprojekte, eine Modenschau sowie das Finale des Schülerfilmwettbewerbs.

Es werden Filme gezeigt von: Ariane Jedlitschka, Luise Marbach, Roozbeh Asmani, Mandy Gehrt und Maman Salissou Oumaru.
Max Baitinger und Paula Bulling stellen ihre Commicprojekte zum  Thema Rassismus vor und sowohl Leipziger als auch Berliner Designer_innen
zeigen ihre Modekreationen zum gleichen Thema.

Die Teilnehmer_innen des sachsenweit ausgeschriebenen Schülerfilmwettbewerbs "200 Sekunden für Vielfalt und Toleranz" haben
ihre Sicht auf das Problem dargelegt. Die Gewinner_innen werden an diesem Abend gekürt.

Rassismus und Diskriminierung beschränken sich nicht auf einen kleinen Ausschnitt der Gesellschaft. Sie treten auf die eine oder andere Weise
überall, in sämtlichen Bevölkerungsschichten und Formen auf. Das Kunstprojekt Feger, Pitschies und Nolacken unternimmt den Versuch, das
Problem in seiner ganzen Bandbreite zu beleuchten und in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

Das Kunst- und Bildungsprojekt Feger, Pitschies und Nolacken findet seit dem 11. und bis zum 31. Oktober in Leipzig statt. Organisiert
wird es vom Ring Politischer Jugend in Kooperation mit der Linksjugend [solid] Sachsen und dem Roter Baum.

Mit freundlichen Grüßen,
das FPN Team

www.fpn09.de

»Grenzgänger« Kurzfilm
Der Film »Grenzgänger« erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der
in Bosnien im ehemaligen Jugoslawien geboren wurde und bei Ausbruch
des Bürgerkrieges mit seiner Familie nach Westeuropa flüchtete. Seine
Kindheit und Jugend verbrachte Raif in Deutschland, bis er nach
Kriegsende nach Bosnien zurückkehren musste. Sich erneut in
Deutschland niederzulassen bleibt ihm mit einem bosnischen Pass
verwehrt.

»Et les deux jours?« (AT) Comic
Ein Comicbuch über das Asylsystem in Sachsen-Anhalt, alltäglichen
Rassismus und die Frage nach einer erzählerischen Haltung als weiße
Künstlerin. Ausgehend von einer Recherche über die Erfahrungen von
schwarzen Flüchtlingen in Halle ist eine Synthese aus Selbstbefragung
und Reportage entstanden. In Deutsch, Französisch und More mit
deutschen Untertiteln.

»Hunde die bellen beißen nicht« Dokumentationsfilm
ist ein Teil der mehrstündigen Interviewarbeit über die Zukunft der
Karl-Heine-Straße aus Sicht der Bewohner 2006.

»Wedding 65« Kurzfilm
In dem Film stellen sich junge Männer mit Migrantionshintergrund aus
dem Berliner Bezirk Wedding vor und berichten über ihren Alltag in
Wedding, Berlin und Deutschland.

»Drum prüfe, was sich ewig bindet« mehrere Kurzfilme
In dieser Arbeit setzt sich Mandy Gehrt mit den institutionellen
Hürden auseinander, die deutsch-arabische Paare überwinden müssen,
wenn sie in Deutschland eine Ehe schließen wollen. Nach Recherchen
sind vier kurze Filme entstanden, in denen Gehrt die Rolle von vier
Leipzigerinnen übernimmt, die Männer aus verschiedenen arabischen
Ländern heirateten. Sie alle standen in der Pflicht, die Unterstellung
zu entkräften, es handele sich um eine Scheinehe.

»The White Western Artist or The Inferiority Complex« Kurzfilm
Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, welche Bilder des
weißen, westlichen Künstlers existieren?

»Mama« Kurzfilm
Ein Asylbewerber ruft seine Mutter im Niger an, die die deutschen
Asyl-Regelungen nicht versteht.

»Who is Santa Monica?« Eine Bildergeschichte
Jimmy White gewinnt bei einem Radio-Gewinnspiel eine Reise nach Santa
Monica in Begleitung des Action-Hero-Filmstars Elliot Getty. Auf ihrem
Roadtrip durch Nordamerika entdecken sie die multikulturelle Vielfalt
ihres Landes. Elliot Getty erzählt Jimmy viele tolle Geschichten aus
dem Film-Business und gibt auch den ein oder anderen Ratschlag für das
Leben. Am Ende der Reise sind sich beide einig, einiges gelernt zu
haben, aber nicht alles zu wissen. Sie bleiben Freunde.

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